Chronik

Narrenzunft Alte Germanen Benzingen


Nachdem nachweislich südlich des Ortes heute noch Grabhügel auf Germanenstämme hinweisen, entwickelte sich in den 70er Jahren bei einigen Benzingern die Idee, der Nachwelt das Leben unserer Vorfahren, den „Alten Germanen“ in Erinnerung zu rufen.
So wurde 1971 die Gründung der Narrenzunft Alte Germanen Benzingen beschlossen.
Zunftpräsident wurde mit der Gründung Peter Kirchgässler.

Entsprechend von Vorlagen aus Römer- und Bronzenzeit, tritt die Germanenzunft in Fellen und mit historischen Waffen auf. Der Satzung nach ist der Zweck des Vereines die Pflege und Erhaltung der Fasnet, insbesondere die Förderung und Erhaltung alter Volksbräuche.
Rasch hatte sich der junge Verein im Ort etabliert und fand mit der Gestaltung der örtlichen Fasnet bald viele Freunde und Gönner die der Fasnet aufgeschlossen gegenüber standen. Mit großem Engagement und Ehrgeiz wurde in den Jahren nach der Gründung besonders an den Programmpunkten zu den Fasnetsbällen gearbeitet. Diese Mühe wurde sehr schnell belohnt, als die Germanen 1974 erstmals den Ort Benzingen verließen um in Winterlingen mit großem Erfolg den Germanenball durchführten.


Eine Veranstaltung die über Jahrzehnte fester Bestandteil im kulturellen Leben der Gemeinde Winterlingen war.
Aufgrund der großen Beliebtheit entwickelte sich der Verein auch sehr schnell in eine entsprechende Größe, so dass bei der Hauptversammlung 1977 bereits 105 Mitglieder dem Verein angehörten.
War man bis zu diesem Zeitpunkt mit der Durchführung der Fasnetsveranstaltungen noch im Gasthaus Sternen erfolgreich, wurde der Bürgerball 1978 erstmals dann in der Benzinger Festhalle abgehalten. In diesem Jahr wurde dann am „Schmotzigen" erstmals ein Schwein geschlachtet und Kesselfleisch und Sauerkraut an die Narren und Besucher veräußert. Heute ist der Backhausbetrieb am „Schmotzigen", wenn sich das gesamte Rathaus fest in Germanenhand befindet, für alle Benzinger und viele Gäste aus der nähren und weiteren Umgebung ein Geheimtipp für kulinarische Köstlichkeiten wie z.B.: Schlachtplatte, Salzkuchen und Fasntesküchle. Auch reicht den Germanenköchen seit langer Zeit 1 Schwein für die zahlreichen Besucher nicht mehr aus.
Die damit verbundenen finanziellen Erfolge machten dann auch die ersten größeren Anschaffungen für den Verein möglich. So entschied man sich 1980 für den Kauf einer eigenen Lautsprecher- und Verstärkeranlage, sowie einer Lichtorgel um den Darbietungen auf der Bühne noch mehr Nachdruck verleihen zu können.
Der plötzliche Tod unseres Gründungspräsidenten Peter Kirchgässler war 1978 ein schwerer Schlag für die Mitglieder und den Verein.

Adolf Judt wurde neuer Präsident der Benzinger Narren. Größtes Anliegen der verantwortlichen Narrenräte und Fellträger war zu diesem Zeitpunkt aber die Mit Bildhauer, Schnitzer und Künstler Herrn Klaus Demeter aus Bad Waldsee wurde erste Gespräche geführt, die dann am 14.11.1981 auch Erfolge aufweisen. Rechtzeitig zum Fasnetsauftakt hatte der Holzbildhauer uns 2 Entwürfe von Germanenmasken hergestellt, die der wartenden Narrenschar vorgestellt wurden und breite Zustimmung fanden. Bis zum heutigen Tag wurden 3 verschiedene Maskentypen geschaffen, die mit ihren derben Gesichtszügen auf einen gesunden urwüchsigen Germanenstamm hinweisen.


1982 wurde dann erstmals am „Schmotzigen" ein Besuch des Kernortes Winterlingen ins das Programm aufgenommen. Ziel an diesem Tag ist natürlich immer das Rathaus um die Regierungsgewalt fest in Narrenhand zu bringen. Standen die Bediensten der Gemeindeverwaltung damals noch unter Bürgermeister Fritz Wizemann dem Rathausbesuch noch etwas skeptisch gegenüber, konnte in den nachfolgenden Jahren unter dem neuen Schultes Klaus Weihing ein spürbare Verbesserung erzielt werden. Es kann sogar behauptet werden, dass an diesem Tag zwischenzeitlich viele auf den Einzug der Narren warten. Traditionsgemäß beginnt der „Schmotzige" jedoch noch immer in Benzingen mit dem Besuch des Kindergartens und der Grundschule. Hier wird der junge Narrensamen nach einem Germanenvesper und einem Getränk bei der Schülerbefreiung in die tollen Narrentage entlassen. Auch in Winterlingen hat sich in den vergangenen Jahren der Besuch der Grund- und Hauptschule sowie der Realschule eingespielt und wird von den Schülern sehnlichst erwartet.


Nachdem sich bis zu diesem Zeitpunkt die „Alten Germanen" einen beachtlichen Namen geschaffen hatte, war für die verantwortlichen des Narrenrates bald klar zu erkennen, dass sich der Zunft dringend eine Musik anschließen muss. Die ersten Gedanken hierzu wurden bereits 1983 aufgegriffen, dem Jahr in dem man auch in den NARRENFREUNDSCHAFTSRING ZOLLERN-ALB aufgenommen wurde. Eine Entscheidung für eine Musikgruppe konnte jedoch noch nicht getroffen werden, auch war schnell zu erkennen, dass erhebliche finanzielle Mittel zur Anschaffung der nötigen Instrumente erforderlich waren.


Der Grundstein hierzu sollte aber 1984 gelegt werden.


Kurz zuvor hatte man sich mit den Narrenzünften aus Bingen, Hanfertal, Hettingen, Inneringen und Veringenstadt zum NARRENRING ALB-LAUCHERT zusammengeschlossen. Die Benzinger Germanen hatten dann am 11. und 12. Februar 1984 das 1. Ringtreffen des Narrenringes Alb-Lauchert durchzuführen. Als Austragungsort entschied man sich für Winterlingen, da auch dort die wesentliche größere Festhalle genutzt werden konnte. Mit einem stimmungsvollen Zunftabend wurde das Treffen eröffnet und alle 6 Ringzünfte beteiligten sich an einem hervorragenden Programm, an dem auch die „Phonogugge Zürich" und die Gruppe ROCKYS wesentlichen Anteil hatten. Das damalige Gemeindeoberhaupt Herr Bürgermeister Fritz Wizemann, der sonst eher die sachliche, nüchterne Art liebt, wurde an diesem Abend von Zunftpräsident Judt durch Verleihung eines Rittergewandes und dem Germanenorden zu einem echten Germanennarren gemacht. Mit viel Freude hatte er dann am Sonntagmorgen die Vertreter aller teilnehmenden Vereine zu einem herrlichen Zunftmeisterempfang ins Winterlinger Rathaus geladen. Mit den Worten: „Tritt frisch auf, tu`s Maul auf, und hör bald auf" wurde ein Reigen bunter närrischer Verse und Grüße eröffnet. Zum großen Narrensprung am Sonntagmittag hatten sich dann38 Narrengruppen in Winterlingen eingefunden und ein farbenfroher nicht enden wollender Umzug mit vielen Tausend Besuchern hatte die Altem Germanen Benzingen dem Narrenring Alb-Lauchert eine glanzvolle Premiere geboten.
Für Winterlingen sicherlich ein bislang einmaliges Ereignis und die Benzinger Germanenzunft hatte nun ihren guten Ruf weit über die Kreisgrenzen hinaus getragen.


Mit einem finanziellen Erfolg war die Veranstaltung abgeschlossen und die nötigen Mittel zur Gründung einer eigenen Fasnetsmusik erwirtschaftet. In seiner Sitzung vom 16.03.1984 fällte der damalige Narrenrat: Adolf Judt, Erich Stauss, Franz Ewiger, Burkhard Massel, Helmut Westhauser, Dieter Manz, Helmut Jung, Rudi Artelt, Anton Abt, Paul Haag und Walter Sieber den einstimmigen Beschluss zur Gründung eines SCHALMEINENZUGES. Die Gründung eines Fanfarenzuges war verworfen. Eine wichtige und für die Zunft bedeutende Entscheidung war getroffen.
Die Instrumente wurden am 02.06.1984 erworben und zur ersten Schalmeienprobe am 05.06.84 waren 15 Personen erscheinen, um auf denen bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannten Instrumenten die ersten Tönen zu üben. Mit einem enormen Probenfleiß unter der Leitung von Josef Ermler zeichneten sich bald die ersten Erfolge ab und am 10.11.1984 war im Gasthaus „Sternen" in Benzingen der erste und lang ersehnte Auftritt unserer Schalmeien zu einem großen Erfolg geworden.


Zahlreiche Auftritte und das Können unserer Schalmeiengruppe ließen die Gruppenstärke bald ansteigen. 1987 übernahm die Leitung unseres Schalmeienzuges der 1988 seinen endgültigen Durchbruch hatte. Vom 27.-29.Mai 1988 wurde das 1. Schalmeientreffen im Zollernalbkreis von der Germanenzunft Benzingen veranstaltet. Freude und Begeisterung schien kaum Grenzen zu haben, so lautete die Schlagzeile in der örtlichen Presse am Ende des Festes. Mit einem kleinen Festabend am Freitag wurde die Veranstaltung eröffnet, ehe am Samstag ein Kinderfest und ein Stimmungs- und Tanzabend sondergleichen mit den beliebten „Stockmihli-Musikanten" geboten wurde. Der Schalmeienwettstreit am Sonntag dauerte dann 4 Stunden wobei die Schalmeienzüge aus Stetten b. Hechingen, Altach in Vorarlberg, Fischbach/Bodensee, Pforzheim, Neresheim, Bad Wurzach, Eberhardszell, Kressbronn und Völlkofen mitwirkten. Ein spontanes Experiment mit einem Gesamtauftritt aller anwesenden Schalmeienspieler wurde erfolgreich bestritten und mit überwältigendem Beifall bedacht. Höhepunkt dieser Veranstaltung war aber sicherlich der Abschluss mit einem 20 minütigem farbenfrohen Feuerwerk, welches bislang wohl einmalig der Benzinger Ortsgeschichte war. Dass die Germanen schon immer bemüht waren, Ihren Besuchern etwas besonders zu bieten traf an diesem Abend voll zu.


Im September 1988 wurde dann eine weitere Veranstaltung in das Jahresprogramm der Narrenzunft aufgenommen: Erstmals wurde im Tannental ein „Germanenlager" veranstaltet. Eine vereinsinterne Veranstaltung, die sich sehr großer Beliebtheit erfreute bei der nach alter Vätersitte das Wochenende in Fellen im Wald verbracht wird. Gute Stimmung am Lagerfeuer mit germanischem Grillgut und Met sind eine Selbstverständlichkeit und dienen zur Stärkung für die am Sonntag zum Abschluss der Veranstaltung anstehenden Germanenkämpfe. Neben Keulenweitwurf, Steinstoßen, Sprung aus dem Stand, Speer- oder Hufeisenwerfen und Bandeln bzw. Sockeln wurde auch ein Rennen mit originellem Holzkampfwagen mit in die Wertung aufgenommen. Die Sieger der Germanenkämpfe werden anlässlich der Fasnetseröffnung bei einer vereinsinternen Veranstaltung am 11.11. mit dem goldenen Hinkelstein geehrt.


Ebenso wird jeweils am 11.11. eines jeden Jahres auf Grund einer alten Überlieferung, auf ein in Benzingen angesiedeltem Adelsgeschlecht, dem Ritter Heinrich von Benzingen aus dem Jahre 1240, von der Germanenzunft ein Ritter für die neue Saison geschlagen, der dann die Schirmherrschaft über die örtliche Fasnet übernimmt.
Ein weiterer Höhepunkt in der jungen Vereinsgeschichte der Alten Germanen war wohl die Durchführung des 7. RINGTREFFENS Narrenring Alb-Lauchert vom 19.-21. Januar 1990 in Benzingen. Unbeschreiblich groß war die Narren- und Besucherschar die sich während der 3 tollen Narrentage in der kleinen Albgemeinde einfanden. Mit einem historischen Brauchtumsabend und der Vorstellung der Ringzünfte wurde unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Klaus Weihing die Veranstaltung am Freitag eröffnet. Erneut wurden zu einem Stimmungsabend am Samstag die Stockmihli-Musikanten verpflichtet und das große Festzelt am Wasserturm konnte der Ansturm der Besucher nicht aufnehmen. Waren die Erwartungen hier schon weit übertroffen worden brach am Sonntag zum Narrensprung beim herrlichem Wetter eine wahre Narren- und Besucherinvasion über Benzingen herein. Über Jahre hinweg hatte man viele Freude der Narretei gewonnen, die sich nun mit einem Besuch bei uns revanchierten. So war es nicht verwunderlich, dass nahezu 60 Zünfte Ihr Kommen angekündigte hatten und somit weit über 3000 Narren und ein vielfaches an Besucher sich in den Benzinger Straßen bewegten. Mit einer unglaublichen Gastfreundschaft durch die Benzinger Bürger wurden Narren und Besucher empfangen und an zahlreichen Buden und Besenwirtschaften bestens bewirtet und versorgt. Hierbei hatte auch das harmonische zusammenwirken der örtlichen Vereine hohen Anteil.


Benzingen hatte seinen ersten Test als würdige Narrenhochburg auf der Alb glänzend bestanden.
Nach diesen Erkenntnissen konnte der neue Zunftpräsident Walter Sieber , der die Leitung der Zunft im März 1990 übernahm, gelassen und gut gerüstet einer weiteren Großveranstaltung 1991 entgegen sehen.
Vom 18.- 20. Januar 1991 sollte mit dem 13. Ringtreffen des Narrenfreundschaftsringes Zollern-Alb unter der Schirmherrschaft von Landrat Heinrich Hassis ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte gelegt werden.
Monatelange Vorbereitungen, mit dem bereits erfolgtem Zeltaufbau, die Verpflichtung der Top-Damenband „Bayrischen 7" und die Zusagen von erneut 55 Zünften ließen wenige Stunden vor dem Treffen mit dem Ausbruch des Golfkrieges ein erneutes Narrenspektakel in Benzingen platzen. Eine Entscheidung die dem neuen jungen Zunftpräsidenten Walter Sieber nicht leicht gefallen ist, aber von Ringpräsident Karl Uttenweiler und Bürgermeister Klaus Weihing getragen wurde.


Mit der Absage des 13. Ringtreffens hatte die Germanenzunft Benzingen ein Signal der Solidarität gesetzt das überall mit Respekt und Anerkennung aufgenommen wurde. Gleichwohl bedeutete diese Absage für die Zunft natürlich ein finanzielles Desaster.


Erhebliche finanzielle Vorleistungen waren bereits getroffen und somit alle Mittel aus der Narrenkasse ausgeschöpft. Zudem war zuvor der Narrenrat und die Ritter ebenfalls mit erheblichen Unkosten noch neu eingekleidet worden.
In einer wohl beispiellosen Vereinsharmonie und dem Willen „Jetzt erst recht" wurde durch zinslose Mitgliederdarlehn, Zuwendungen aus der Bevölkerung aber auch durch die Gemeindeverwaltung das finanzielle Tief bald durchwandert. Ersatzveranstaltungen zum einlösen der noch bestehenden Musikverträge wurde ein Sommerfest mit großen Erfolg durchgeführt. Besonders erfreulich war hier festzustellen, dass insbesondere die Ringzünfte mit dem Besuch dieser Ersatzveranstaltung Solidarität bekundeten. Ein weiterer zusätzlicher Backhausbetrieb am 1. Mai konnte ebenfalls als Erfolg verbucht werden.


In Folge seiner Verdienste um die Narrenzunft wurde Adolf Judt am 15.02.1991 zum Ehrenzunftmeister der Alten Germanen ernannt.


Außerhalb der Reihenfolge entschied sich dann der Narrenfreundschaftsring Zollern-Alb kurzfristig das 15. Ringtreffen 1993 ebenfalls nach Benzingen zu vergeben. Eine Entscheidung, die auch mit durch den persönlichen Einsatz dem Ringpräsidenten Karl Uttenweiler zu verdanken war.


Schnell ging man in Benzingen nach dieser Entscheidung deshalb wieder zur Tagesordnung und Planung großer Narrentreffen über. Mit MdB Dr. Hermann Schwörer wurde ein neuer Schirmherr gefunden und nach wenigen Tagen lagen auch die Zusagen von 63 Zünften für ein erneutes Narrenspektakel in Benzingen vor. Vom 29.-31.01.1993 war man dann Gastgeber eines überregionalen Narrentreffens über das Rundfunk und Fernsehen zu berichten wusste.
Nahezu 6000 Narren bildeten am Sonntag über vielen Stunden einen nicht enden wollenden Narrenwurm durch unsere kleine nur 1200 Einwohner zählende Albgemeinde, der von mehreren Tausend Besuchern besucht wurde. Wieder konnte eine tolle Unterstützung durch die örtlichen Vereine und der Bevölkerung erfahren werden. 20 Besenwirtschaften und das große Festzelt konnten nicht alle Gäste aufnehmen, dennoch wurden wir für Vorbereitung und Organisation von allen Seiten mit Lob überhäuft. Die Schlagzeile des Zollern-Alb-Kuriers wusste am Montag nach dem Treffen mit der Schlagzeile zu berichten:


Ein Ringtreffen wie aus dem Bilderbuch !


Altbürgermeister Paul Hepp war zu Tränen gerührt, welche Wertschätzung sein Benzingen mit dieser Veranstaltung erreicht hatte. Am 03.10.1993 wurde er um seine Verdienste und der Förderung seiner Narrenzunft, der er immer noch aktiv angehört, anlässlich seines 80. Geburtstages zum Ehrenmitglied ernannt.
Natürlich ist es für die Alten Germanen auch Verpflichtung bei anderen innerörtlichen Veranstaltungen mit von der Partie zu sein. Die Teilnahme am Tag der Vereine, am Pfarrfest, den Ortsmeisterschaften, in Benzingen aber auch die Teilnahme an den Straßenfesten und Jubiläen in der Großgemeinde Winterlingen sind eine Selbstverständlichkeit.


Auch hat sich in den Folgejahren nicht zuletzt nach den durchgeführten Ringtreffen der Veranstaltungskalender der Germanen vervielfacht, ca. 15 - 18 Ausfahrten und Veranstaltungen prägen den engen Terminplan in der kurzen närrischen Zeit.


In einem kleinen Festakt am 15.11.1996 anlässlich des 25. Geburtstages unserer Zunft wurden vor der Herbstringversammlung des Zollern-Alb-Ringes unsere Gründungsmitglieder Erich und Anita Stauss, Franz und Maria Ewinger, Helmut Westhauser und Burkhardt Massell als weitere Ehrenmitglieder der Alten Germanen ernannt.
Da die alphabetische Reihenfolge der Mitgliedszünfte im Alb-Lauchert Ring über die Durchführung der Ringtreffen bestimmt, erfolgte an die „Ringtreffen erprobten Germanen" bereits 1997 zum 25 jährigen Bestehen die Vergabe des 14. Alb-Lauchert Ringtreffens. Unsere langjähriger Altbürgermeister, Ritter und Förderer Paul Hepp der ebenfalls im gesamten Alb-Lauchert-Bezirk als ein Markenzeichen bekannt ist wurde als Schirmherr dieser Veranstaltung bestimmt. Und natürlich brachte er ein phantastisches Hohenzollernwetter zu dieser Veranstaltung mit. Obwohl zeitgleich im benachbarten Straßberg ein Karnevallistentreffen stattfand waren wieder Tausende von Besuchern zu Gast und erneut gaben sich 62 Zünfte ein Stelldichein auf der Alb.


Zitat der Presse: „Benzingen ein gutes Pflaster für die Fasnet."


Anlässlich des 30. Geburtstages der Alten Germanen wurde erneut vom Narrenfreundschaftsring Zollern-Alb das 23. Ringtreffen 2001 nach Benzingen vergeben.


Vom 02.-04. Februar 2001 durften wir neben den Zollern-Alb Ringzünften zu diesem Treffen auch erneut die Mitgliedszünfte des Alb-Lauchertringes willkommen heißen. Es freute uns besonders, dass die Zünfte beider Ringe uns in Freundschaft verbunden sind und so unser Jubiläum mit uns gemeinsam feierten. Der Festablauf wurde zu einem grandiosen Narrentreiben. Am Freitag wurden die Masken der Mitgliedszünfte des Narrenfreundschaftsrings Zollern-Alb beim Brauchtumsabend vorgestellt. Ein Stimmungs- und Tanznacht am Samstag mit der Band "Highway" wurde eine wilde Narrennacht.


Nachdem Im Zollernalbkreis für das Ringtreffen 2004 kein Ausrichter gefunden wurde, sprangen wieder die Benzinger Germanen mit einer neuen Idee ein. Benzingen verwandelte sich anlässlich des 26. Ringreffens des NFR Zollern-Alb vom 31.01. und 01.02.2004 und dem 33. Geburtstag der Alten Germanen und dem 20 jährigen Bestehen der Schalmeiengruppe in ein Narrendorf sondergleichen. 18 Vereine stellten ein imposantes Narrendorf auf und es wurde Straßenfasnet pur ge- und erlebt.


2006 wurden die Gründungsmitglieder Rosa Judt und Erika Massell zum Ehrenmitglied ernannt.
Im November 2008 verstarb unser Altbürgermeister und Ehrenmitglied Paul Hepp.
Unser Verein ist in der Zwischenzeit auf ca. 260 Mitglieder angewachsen und die Zahl der neuen aktiven Mitgliedschaften steigt jährlich an.

Unter dem Motto "TWOGETHER" luden die alten Germanen, vom 04. - 06.02.2011, nach Benzingen zum ersten Doppelringtreffen des Narrenfreundschaftsring ZOLLEN-ALB und Narrenring ALB-LAUCHERT ein.

Am 11.11.2011 feiert die Germanenzunft ihren 40 jährigen Geburtstag mit einem Festakt in der Benzinger Festhalle.


Erwähnenswert ist aber auch noch, dass immer noch alle Masken, Musikinstrumente u.a. vollständiges Vereinseigentum sind und nur an die Mitglieder leihweise ausgegeben sind.

Heiaso – mir lebet no !
Im April 2012